Umfrage zu Tibet: Olympia-Boykott 2008?

UPDATE 7: (02.04.2008) Amnesty fordert mehr Einmischung gegenüber Peking:

Vier Monate vor Eröffnung der Olympischen Spiele ist die Menschenrechtsbilanz Chinas beschämend. Das belegt ein neuer ai-Bericht. „Es ist höchste Zeit, dass das Internationale Olympische Kommitee und die Regierungen dieser Welt, aber auch Sponsoren wie adidas und Volkswagen ihren Einfluss geltend machen und öffentlich einen Wandel fordern“, sagte ai-Generalsekretärin Barbara Lochbihler.

tibet_gebet.jpgUPDATE 6: Etwas irreführend untertitelt heute die Süddeutsche, „Auch Merkel und alle Minister bleiben Eröffnungsfeier in Peking fern„. Man könnte meinen, dass es sich dabei um Absagen und somit um eine Konsequenz aus dem Verhalten Pekings gegenüber Tibet handelt. Erst im Text wird deutlich gemacht, dass sich Berlin beeilte zu sagen, dass es keine Absage sei, sondern ein Besuch schlicht nie geplant war. (29.03.)

UPDATE 5: Neues Blutvergießen im Tibet-Konflikt: Bei einer Demonstration in der chinesischen Provinz Sichuan sind mehrere Menschen getötet worden. Exil-Tibeter behaupten, Polizisten hätten in die Menge gefeuert. Die tibetische Exilregierung stellte eine Bilanz von rund 140 Toten ins Internet. (25.03.)

UPDATE 4: Die Vorsitzende des amerikanischen Repräsentantenhauses, Nancy Pelosi, ist am Freitag in Dharamsala mit dem geistlichen Oberhaupt der Tibeter, dem Dalai Lama, zusammengekommen. Tausende von Personen, die sich mit tibetischen und amerikanischen Flaggen in den Strassen rund um das Wohnhaus des Dalai Lama in dessen nordindischem Exil versammelt hatten, jubelten Pelosi bei ihrer Ankunft zu. «Wir besuchen euch in einer traurigen Zeit, um mit euch das helle Licht der Wahrheit auf die Geschehnisse in Tibet zu richten», sagte Pelosi vor der Menge. (21.03.)

UPDATE 3: Zur Haltung der Olympia-Sponsoren „Wir haben keine Pläne unsere Aktivitäten im Zusammenhang mit dem Fackellauf zu ändern“, teilte Coca-Cola in Peking mit. Der koreanische Konzern Samsung teilte mit, die Olympischen Spiele seien nicht der geeignete Anlass für Demonstrationen. Man hoffe, dass alle Besucher das einsehen werden.“

UPDATE 2: Die Militärpolizei durchkämmt Stadtviertel und durchsucht private Wohnungen nach verdächtigen Tibetern, die sich an den Protesten beteiligt haben könnten. Viele sollen festgenommen worden ein. (Reporter) Blume: Auch ich habe Razzien beobachtet. Diese großangelegten Fahndungen sind sehr heikel – was mit den Festgenommenen in der chinesischen Justiz- und Polizeimühle passiert, darüber erfährt man als ausländischer Berichterstatter wenig. Dafür wird es einen Grund geben. Diese Informationsblockade lässt Schlimmes befürchten.

UPDATE 1: China hat den Ton gegenüber dem Dalai Lama verschärft und den aufbegehrenden Tibetern einen „Kampf auf Leben und Tod“ angedroht. Das geistige Oberhaupt der Tibeter sei ein „Wolf in der Kleidung eines Mönches, ein Teufel mit dem Gesicht eines Menschen„, sagte der kommunistische Parteichef Tibets, Zhang Qingli

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— Claudia

(Photo:© serge_nouchi - Fotolia.com)