Hillary Clinton: "Nächste Woche ist alles vorbei"

Drei Wahlen trennen die Demokraten von einer Entscheidung, wer als ihr Nominierter offiziell in das Rennen gegen John McCain einsteigt.

Puerto Rico (Sonntag) sowie Montana und South Dakota (Dienstag) schliessen die Wahlgänge ab.

Der Haken: Auch nach diesen drei Durchgängen, bei denen nur noch 86 Delegiertenstimmen zu gewinnen sind, werden keinen zahlrenmäßig eindeutigen Sieger hervorbringen.

Dennoch steht so gut wie fest, dass Barack Obama spätestens dann von der Partei benannt werden wird, wenn sich im Laufe der kommenden Woche weitere Superdelegierte für ihn aussprechen werden. Noch haben sich 150 Superdelegierte nicht entschieden.

Aus diesem Grund hat sie laut New York Times signalisiert, dass sie die Entscheidung nicht auf den Nominierungsparteitag schieben wolle:

Mrs. Clinton herself suggested on Friday that the contest would end sometime next week.

Die Entscheidung der Demokraten (DNC) vom vergangenen Samstag, wie mit den bislang für ungültig erklärten Stimmen von Florida und Michigan umgegangen wird, fiel nicht im Sinne von Hillary Clinton aus. Die Stimmen wurden hälftig aufgeteilt, womit der Vorsprung Obamas weitgehend derselbe wie bisher bleibt.

Hinsichtlich der Frage nach den Gewinnaussichten von Barack Obama gegen John McCain wird vieles davon abhängen, wie sich Hillary Clinton hinter ihren bisherigen Konkurrenten stellt.

Bleibt dann noch die Frage nach dem oder der Vizepräsidentin.

Bleibt die Frage nach dem oder der Vizepräsidentin.

Seit einiger Zeit fällt immer öfter der Name Kathleen Sebelius, Gouverneurin von Kansas.

Sie hat sich schon früh für Barack Obama ausgesprochen:

Sie ist Jahrgang 1948 und wäre ihren 60 Lebensjahren ein guter Ausgleich für den „jungen“ Barack Obama.

Sie konnte im letzten Wahlkampf in Kansas viele Republikaner auf ihre Seite ziehen.

Kritisch könnte der Punkt Abtreibungspolitik sein. Sie ist das inoffizielle Aushängeschild in Sachen „pro choice“ und vertritt damit eine liberale Abtreibungspolitik, obwohl sie sich persönlich gegen Abtreibung ausgesprochen hat. Mit ihrer offiziellen Position jedenfalls liegt sie in einem erbitterten Streit mit Erzbischof Joseph Naumann, der sie aufforderte, von der Kommunion Abstand zu nehmen, solange sie ihre pro-choice Position nicht aufgebe.

— Bigdaddy

(Photo: Angela Radulescu)
(Photo: Kathleen Sebelius / Kansas)