KONJUNKTUR ERLEIDET JAHRTAUSENDEINBRUCH

Darfs noch ein bisschen negativer sein? Wer bietet mehr? Nur drei Prozent Wirtschaftsschrumpfung? Ha! Vier! Nein, fünf Prozent gehts runter!

Gestern noch haben dieselben Spezialisten mit triumphalen Wachstumswerten ins Horn geblasen, die heute noch drastischere, ja apokalyptische Negativ-Werte proklamieren.

Stellvertretend für die mitunter unfreiwillige Komik, die in den widersprüchlichen Prognosen liegt, hier einen Blick auf die heutige Online-Ausgabe der Süddeutschen:

Man beachte die kleine Differenz zwischen Aufmacher und dem unteren Beitrag.

Insofern möchte man nur anfügen: Düstere, düstere Medienlandschaft, die nur auf ihre reisserischen Aufmacher achtet.

Ein produktiver Beitrag in diesen Zeiten…

Im Dezember vergangenen Jahres geißelte die Süddeutsche noch die Negativmeldungen:

Unverantwortliches Geschwätz

„Wie schon in früheren Abschwungphasen läuft derzeit ein bizarres Wettrennen: das um die negativste Konjunkturprognose.“ und nennt dieses Phänomen völlig zurecht ein „Unverantwortliches Geschwätz“. Und doch scheint die SZ alle Seiten abdecken zu wollen: Die der besonnenen Mahner und die der Hysteriker….

Hielten sich nur mehr an das Besonnene, und nicht an das Hysterische.

Übrigens: Die heutige Top-Schlagzeile der New York Times lautet „Aktienmärkte in Übersee steigen in der Hoffnung auf das Greifen des Plans des Finanzministers“ (Geithner):

Stocks Rise Overseas on Hope for Treasury Plan

— Schlesinger

PS: Der Top-Spezialist unter den Prognosen-Gurus ist Super-Ökonom Hans-Werner Sinn.

Siehe auch zweiter Abschnitt des Blogs: Obama will den Grünen New Deal