Neueste Erkenntnisse zum Klimawandel geben keine Entwarnung

„Einige Risiken des Klimawandels müssen auf Grundlage neuer Erkenntnisse in der Klimaforschung höher eingeschätzt werden als im letzten Sachstandsbericht des Weltklimarats von 2007.

Dazu zählt insbesondere die Gefahr eines beschleunigten Meeresspiegelanstiegs.

Selbst eine Halbierung der globalen Treibhausgas-Emissionen bis 2050 birgt ein hohes Risiko, dass die globale Mitteltemperatur um mehr als zwei Grad Celsius über vorindustrielles Niveau steigt.

Bei zögerlichem Klimaschutz könnte die Schwelle zu unkontrollierbaren Folgen des Klimawandels überschritten werden.“

Das ist das Fazit, das der Direktor des Potsdam Instituts für Klimafolgenforschung (PIK), Hans Joachim Schellnhuber, aktuell vorgelegt hat.

Davon betroffen ist insbesondere der Anstieg des Meeresspiegels

Dazu wurden eine Reihe neuer Studien präsentiert, die beschleunigte Masseverluste an Gletschern und den großen Eisschilden der Erde festgestellt haben [UNEP/WGMS 2008, Mote 2007, Rignot et al. 2008].

Der Meeresspiegel könnte demnach bis 2100 um 0,8 Meter ansteigen [Pfeffer et al. 2008]. Diese Annahme liegt auch im Bereich der nach einer am PIK entwickelten semi-empirischen Methode berechneten Werte von 0,5 bis 1,4 Meter [Rahmstorf 2007].

Die globale Erwärmung [ist] nur unter optimalen Bedingungen noch unter zwei Grad zu halten. Dazu muss das Maximum der globalen Emissionen jedoch zwischen 2015 und 2020 überschritten und bis 2100 weltweit CO2-Neutralität erreicht werden [Extract: Schellnhuber 2008].

Man darf sich im Klimaschutz nun keinen Fehltritt mehr erlauben, Zögern wäre unverantwortlich, sagt Schellnhuber.“

Den ganzen Bericht können Sie hier lesen.

— Bigdaddy

(Photo: DrewToYou)