Politische Führer kommentieren Obamas Sieg

GORDON BROWN

Britischer Premierminister
‚has praised Barack Obama’s „inspirational“ run to the White House and promised to work „extremely closely“ with the President-elect.‘

Brown „freue sich darauf“, mit dem neuen Präsidenten „extrem eng“ zusammen arbeiten zu wollen: Das kann man auch als Kritik an Präsident Bush lesen, mit dem die Kooperation nicht so eng war, wie man es von früher her gewohnt war.

Hu Jintao

Präsident Chinas
President Hu Jintao meinte, er sehe einem „engeren Dialog“ mit den USA unter Obama entgegen.

Ban Ki-Moon

UN Generalsekretär
Ban Ki-Moon gratulierte Obama und setzte sich scharf von Präsident Bush ab, indem er von einer erneuerten Partnerschaft zwischen den USA und den Vereinten Nationen und einer neuen Phase des Multilateralismus sprach: „to an era of renewed partnership and a new multilateralism“.

Der vielleicht schönste Kommentar kommt von down-under: Der Traum Martin Luther Kings sei verwirklicht worden:

Kevin Rudd

Australischer Premierminister
„Forty-five years ago Martin Luther King had a dream of an America where men and women would be judged not on the colour of their skin but on the content of their character,“ sagte Kevin Rudd.

„Today what America has done is turn that dream into a reality.“

Nicolas Sarkozy

Französischer Präsident
„By choosing you, the American people have chosen change, openness and optimism,“ gratulierte Sarkozy in einem Brief. Das sei ein „brillianter Sieg“ gewesen.

„At a time when all of us must face huge challenges together, your election raises great hope in France, in Europe and elsewhere in the world.“

Papst Benedikt

Obamas Sieg sei „historisch“. Benedikt bete für den neuen Präsidenten „and for all the people of the United States.“ Der Sprecher des Vatikans fügte an, die private Botschaft des Papstes an Barack Obama sei nicht zur Veröffentlichung bestimmt.

Dimitri Medwedew

Russischer Ministerpräsident
„I hope for constructive dialogue with you based on trust and considering each other’s interests“.

Die Frage gegenseitigen Vertrauens wird angesichts der Stationierungsfrage von US Raketen in Polen bald auf eine Probe gestellt werden.

Jose Manuel Barroso

EU Kommissionspräsident

begrüßt die bevorstehende neue Phase der Zusammenarbeit zwischen den USA und der EU und beschwört in Anlehnung an Roosevelts Erneuerungspolitik der 30er Jahre einen „New Deal„:
„Obama’s entry into the White House would be a time for a renewed commitment between the EU and the US.“

Shimon Peres

Präsident Israels
„The fact that a black president was elected puts an end to racism, to some degree, around the world. Never again will a white man feel superior and a black man inferior. Obama’s election has proven that color [is not what matters], but rather a person’s abilities and values“

— Bigdaddy

PS.1: Eine kurze Übersicht arabischer Reaktionen finden Sie hier.

PS.2: Angela Merkel sagte auch etwas von „historisch“ und „engerer Zusammenarbeit“. War Bush nicht ihr Busenfreund? Dachte ich schon. Aber der Bürger litt es nicht. Also passt sich der Wendemerkel ruckzuck an. Außerdem heißt der Blog „Politische Führer kommentieren“ und nicht „Verwaltungsleiterinnen kommentieren.“