Obama legt in Umfragen weiter zu

Die New York Times berichtet von einem Vorsprung von 9 Prozent für Obama:

The CBS News poll showed that Mr. Obama had a nine-percentage-point lead over Mr. McCain — 49 percent to 40 percent. It is the first time Mr. Obama has held a statistically significant lead over Mr. McCain

[…] the trends signaled by this new wave of polls — coming at what both sides view as a critical moment in the contest — suggest that the contours of this race are taking form, and in a way that is not encouraging for Mr. McCain’s prospects.

Besonders negativ haben sich McCains Aktionen zur Finanzkrise ausgewirkt:

47 percent of respondents said they disapproved of the way Mr. McCain was handling the current economic crisis

Senat stimmt bailout-Plan zu

Inzwischen hat die zweite Kammer des Kongress, der Senat, dem Rettungplan der Regierung Bush zugestimmt, nachdem Anpassungen aufgenommen wurden:

Für den Senat war das Programm leicht verändert worden. Unter anderem sieht der neue Entwurf neben Hilfen für Banken auch einen verbesserten Schutz für private Anleger mit Einlagen bis zu 250’000 Dollar vor. Zusätzlich wurden Steuererleichterungen in Höhe von insgesamt 100 Milliarden Dollar für Unternehmen und dem Mittelstand in das Programm aufgenommen.

Nun muss die Vorlage nochmals in das Repräsentantenhaus, wo sie zuvor an den Stimmen der Republikaner scheiterte.

Kein Zutrauen in Sarah Palin

Auch Sarah Palin wird zunehmend zur Belastung für McCain. 6 von 10 Amerikanern zweifeln an ihrer Eignung für das Amt und ihrer Fähigkeit, komplexe Sachverhalte zu verstehen:

six in 10 Americans now doubting her qualifications for office and fewer than half convinced of her grasp of complex issues.

Andere Umfragen sprechen sogar nur von 25%, die Vertrauen in ihre Kompetenzen haben.

Zum TV-Duell der Vizekandidaten

Das anstehende Fernsehduell zwischen den beiden Vize, Joe Biden und Sarah Palin, wird dem weiteren Verlauf des Wahlkampfs einen mit entscheidenden Impuls geben.

Palin dürfte seitens ihrer Berater so eingestellt werden, sich nicht als (Außen-)Politprofi darzustellen – worin sie gegen Biden untergehen würde – sondern alle Themen ins Allgemeine umzubiegen und dabei ihr Profil als fürsorgliche Mutter, gläubige Christin, überzeugte Demokratin etc.pp. möglichst treuherzig darzustellen und alle Kritik an ihr als schamlose, unanständige Hetzkampagnen abzutun.

Wenn sie damit souverän auftritt, wird es eine ernstzunehmende Herausforderung für Biden. Biden muss sie auf äußerst sachliche, präzise und verbindliche Art festnageln, ansonsten es auf eine Situation hinauslaufen könnte, in der aus der Sicht der Zuschauer eine aufrechte hockey-mom vom allzu glatten, versierten Vollblutpolitiker abgekanzelt wird. Nicht wäre schlimmer für Biden.

— Bigdaddy